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Diese Seite bietet zahlreiche nützliche Tipps und Lösungen zu verschiedensten Problemen technischer Art.

// Fedora: Fingerabdruckscanner einrichten

Wer in seinem Notebook einen Fingerabdruckscanner eingebaut hat, der kann unter Linux und unter Fedora im Speziellen damit den Login-Vorgang erheblich beschleunigen, indem er seine Finger auf den Scanner legt anstatt mit ihnen das Passwort eingibt. Unter Linux bietet das Tool fprintd die nötigen Funktionalitäten (darunter auch ein entsprechendes PAM-Modul) und ist z.B. auch in gdm integriert.

Das einzige was unter einem aktuellen Fedora eingerichtet werden muss, ist der Finger und dies geschieht durch Aufruf des Tools fprintd-enroll, welches mehrmals dazu auffordert, den Finger über den Scanner zu ziehen. Wenn dies geschehen ist, erscheint bei Fedora 16, unter dem Feld zur Passworteingabe nun der Hinweis, dass nun der Finger aufgelegt werden soll. Ebenfalls lässt sich jetzt der Bildschirm mit Hilfe des Fingerabdrucks entsperren sowie das Ausführen von Programmen mit sudo ohne Passworteingabe durchführen.

Ein Problem besteht bei der Nutzung des Fingerabdruckscanners aber, nämlich dass der „Schlüsselbund“ von Gnome (gnome-keyring) nicht entsperrt wird, sodass bei Benutzung des Schlüsselbundes eine Passwortabfrage erscheint. Jetzt muss man abwägen, ob man die Verschlüsselung des Keyrings entfernt oder jedes Mal das Passwort eingibt.

// Gnome 3: tracker deaktivieren

Wem das Tool tracker (oder auch tracker-miner-fs …) durch dauerhafte Festplattenzugriffe und hohe Systemlast aufgefallen ist, aber bisher keinen Weg gefunden hat, es zu deaktivieren, der sollte folgendes tun:

Im Verzeichnis /etc/xdg/autostart müssen alle Dateien, welche tracker im Namen tragen, um folgende Zeile erweitert werden, damit tracker global deaktiviert wird:

Hidden=true

// Gnome 3.2 ruckelt bei Sandy-Bridge-CPUs

Eine Sache die mich bei meinem neuen Thinkpad T520 unter Fedora 16 gestört hat, war das leichte Ruckeln der Fenster beim Verschieben, sowie ein leichter Bildversatz beim Schauen von Videos. Da dies im Fallback-Mode nicht auftritt muss dies an der Gnome-Shell liegen und nach etwas Recherche lieferte folgender Forenbeitrag die Lösung.

Folgende Zeilen müssen in die, noch zu erstellende, Datei /etc/environment eingetragen werden und nachfolgend muss die Gnome-Shell neugestartet werden:

CLUTTER_PAINT=disable-clipped-redraws:disable-culling
CLUTTER_VBLANK=True

// Fedora: Installierte Pakete übertragen

Wenn es zur Neuinstallation von Fedora kommt (z.B. wegen einem neuen Gerät oder wegen einem neuen Release), dann ist es sehr praktisch, eine Liste der installierten Pakete zu haben, diese zu speichern und auf dem neuen System wieder einzuspielen. Eine Liste der aktuell auf dem System installierten Pakete liefert folgender Befehl, welcher die Liste in die Datei pkglist.txt schreibt:

# rpm -qa | sort > pkglist.txt

Wenn man sich diese Datei dann betrachtet, wird man feststellen, dass die Pakete Versionsnummern und anderen Ballast enthalten, welcher sich beim Zurückspielen negativ auswirken könnte, weil Pakete nicht gefunden werden könnten. Deshalb befreit folgender Befehl die Pakete von dem unnützen Ballast und schreibt sie in eine andere Datei:

# cat pkglist.txt | perl -e 'while(<STDIN>) { my ($prog) = $_ =~ /(.*?)-\d+/; print $prog, "\n"; }' > cleanpkglist.txt

Interessant an diesem Perl-Konstrukt ist die Verwendung der non-greedy-Quantifiern .*?, wodurch so wenig wie möglich durch einen regulären Ausdruck gematcht wird. Das Rückspielen der Pakete erfolgt nun mit folgendem Befehl, wobei der Dateiname entsprechend angepasst werden muss:

# yum install `cat cleanpkglist.txt`

// Thinkpad WLAN LED beruhigen

Eine Sache, die einem bei einem Thinkpad (z.B. T520) nerven könnte, ist das Blinken der WLAN-LED bei Netzwerkzugriffen. Dies lässt sich durch einen Kernelmodul-Parameter beim WLAN-Treiber iwlwifi ändern. Dabei hat sich das Tool modinfo als nützlich erwiesen, da es die vorhandenen Parameter von Kernelmodulen ausgeben kann. Der Befehl

# modinfo iwlwifi
....
parm: led_mode:0=system default, 1=On(RF On)/Off(RF Off), 2=blinking (default: 0) (int)
....

liefert uns auch den entspechenden Parameter, welcher dann durch modprobe an iwlwifi übergeben wird. Es muss nun eine Datei /etc/modprobe.d/iwlwifi.conf angelegt werden und die muss folgende Zeile enthalten:

options iwlwifi led_mode=1

damit die LED nun bei aktiver Verbindung dauerhaft leuchtet. Nachfolgend muss dann der iwlwifi neu geladen werden.

modprobe -r iwlwifi
modprobe iwlwifi
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